BetrSichV

Allgemeines, Geltungsbereich, Beginn der Gültigkeit

Die Betriebssicherheitsverordnung (BertSichV) regelt u.a. die erforderlichen Maßnahmen für und beim Betrieb von überwachungsbedürftigen Anlagen. Darunter versteht man im Sinne der Verordnung z.B. Druckgeräte wie Membran-Druckausdehnungsgefäße (MAG) sowie Wärmeübertrager. Die Herstellung und das in Verkehr bringen von solchen Geräten ist bereits seit 1997 europäisch in der Richtlinie für Druckgeräte 97/23/EG harmonisiert geregelt und wird seitdem auch entsprechend angewendet. Reflex beliefert den Markt mit den nach dieser Richtlinie gebauten, geprüften und CE gekennzeichneten Geräten.

Für den Betrieb von Anlagen stand bis 2003 die noch vielen zumindest sprichwörtlich bekannte Druckbehälterverordnung (DruckbehV) und Dampfkesselverordnung (DampfkV) als Überwachungsgrundlage zur Verfügung. Die wiederrum standen aber nicht in Harmonie zur Richtlinie 97/23/EG. Am 1.1.2003 trat dann, für viele überraschend, die europäisch harmonisierte und als nationales deutsches Recht geltende Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in Kraft. U. a. wurde damit die Druckbehälterverordnung und Dampfkesselverordnung außer Kraft gesetzt bzw. ersetzt. Basis der BetrSichV ist das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz GPSG und somit der Gesundheits- und Arbeitsschutz.

 


 Historie:

 

Ab 01.06.2015 gilt eine, gegenüber der 2005 veröffentlichten, novellierte Betriebssicherheitsverordnung. Relevante Abweichungen zur bisherigen Ausgabe sind vor allem die klarere Ansprache und genaueren Definitionen von Details und Zuständigkeiten. Viele Sachverhalte sind nach wie vor von den Vorgängerversionen übernommen und gültig.

Weitere Details für Anwendung auf unsere Produkte folgen in Kürze.

 

(im Anwendungszeitraum bis 31.12.04)

Wer die DruckbehV gut kannte wird in Bezug auf die als überwachungsbedürftig geltenden MAG´s vordergründig keine großen Unterschiede zur BetrSichV erkennen. MAG´s in Heizungsanlagen mit STB-Einstelltemperaturen bis 120°C hatten jedoch in der DruckbehV einen pauschalen Sonderstatus.

Wiederkehrende Prüfungen und deren Fristen konnten vom Betreiber eigenverantwortlich selbst festgelegt werden. Diese Regelung fiel nach dem Inkraftreten der BetrSichV am 1.1.2003 erst einmal weg und galt allenfalls noch für "kleine" MAG´s. Inbetriebnahme- und entsprechende wiederkehrende Prüfungen mussten unter Berücksichtigung von maximalen Fristen bei einer Vielzahl von MAG´s auch in Heizungsanlagen durch die zugelassenen Überwachungstellen (ZÜS, bis auf weiteres der TÜV) durchgeführt werden. Ab 1.1.2005 gibt es jedoch vereinfachte Regeln die der früheren Vorgehensweise durch die DruckbehV stark angepasst sind.

(im Anwendungszeitraum ab 01.01.05)

Da die BetrSichV gegenüber der DruckbehV eine enorme Verschärfung der Überwachungsauflagen für MAG's in Heizsystemen bedeutete und das keinesfalls das Ziel der BetrSichV sein sollte, ist aktuell zum Jahreswechsel eine in u. a. in diesem Punkt geänderte Verordnung in Kraft getreten.

 


 

Es gilt jetzt Folgendes:

Indirekt beheizte Wärmeübertrager und Ausdehnungsgefäße in Heiz- und Kühlsystemen mit Wassertemperaturen von höchstens 120°C können vor Inbetriebnahme und wiederkehrend durch eine befähigte Person (bP) geprüft werden. Die Prüfungen sind durch den Betreiber anzuordnen.

(Hinweis: Kühlanlagen sind jetzt gegenüber der DruckbehV in dieser Sonderbetrachtung ausdrücklich mit eingeschlossen.)

MAG's in Wasserversorgungsanlagen sind von der Vereinfachung nicht betroffen.

Die Einteilung und die Zuweisung entsprechender Anforderungen erfolgt in Abhängigkeit von dem Produkt aus Behälternennvolumen [l] und dem maximalen möglichen Systemdruck [bar] (oft der Sicherheitsventilansprechdruck).

 


 

Reflex Infomaterial

Auszug aus der Reflex-Broschüre Planung, Berechnung, Ausrüstung

konkretisierte Anforderungen an befähigte Personen gemäß BetrSichV, (definiert vom Ausschuss für Betriebssicherheit).


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